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Das Institut für Europäische Ethnologie

Dr. des. Cornelia Kühn

Name
Dr. des. Cornelia Kühn
Status
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
E-Mail
Funktion/Sachgebiet
DFG-Drittmittelprojekt
Sitz
Raum 301
Telefon
(030) 2093-70878
Fax
(030) 2093-70842
Sprechzeiten

nach Vereinbarung

Postanschrift
Mohrenstraße 41, 10117 Berlin

Profil

Zu einem Einführungstutorium für Studienanfänger_innen hier am Institut wurde ich als "Nachwuchswissenschaftlerin" eingeladen und sollte meine bisherige "Laufbahn" skizzieren. Ich sagte dort anfangs einschränkend, dass ich vielleicht nicht als die "typische" Nachwuchswissenschaftlerin gelten könne, da mein Weg bislang zwischen Universität und Praxisfeldern hin und her pendeln würde und ich keine "straighte" Wissenschaftskarriere vorweisen könne. Meine beruflichen und inhaltlich-thematischen Stationen seien vielmehr interessengeleitet zustande gekommen: Nach dem Studium habe ich zuerst in verschiedenen Kulturorganisationen (wie z.B. im Heine-Haus in Paris, im Haus der Kulturen der Welt in Berlin und in dem Ausstellungsprojekt "Born in Europe") mitgearbeitet. Erst im Laufe meiner Arbeit in einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt hier am Institut entstand bei mir der Wunsch, das Thema weiter zu vertiefen und als Dissertation anzumelden. Aber auch während der Promotionsphase interessierten mich weiterhin auch andere Forschungsfelder, denen ich mit Lehrangeboten, bei der Organisation von Promovierendentagungen und Kolloquien nachging. Und auch thematisch reichen meine Forschungsinteressen von aktuellen Migrationsdebatten bis zu Religion und Spiritualität, von Inszenierungspraxen bei Stadtfesten bis hin zur DDR-Kulturgeschichte - was wohl eher nicht dem Weg einer "gradlinigen" Wissenschaftskarriere entspricht. Zusammengehalten werden diese bislang durchstreiften Forschungs- und Berufsfelder von meinem Interesse an Formen der Vergemeinschaftung und an Konzepten des Miteinanders verschiedener sozialer und kultureller Gruppen.

Nachdem ich in dem Einführungstutorium meine Schildung beendet hatte, sagte der Tutor Sebastian Mohr: Dies sei zwar kein gradliniger, aber vielleicht ja ein lebensnaher und dadurch auch "typischer" Weg einer Nachwuchswissenschaftlerin...

Curriculum Vitae

Akademische Positionen

  1. Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt Vom Heimatfest zum Stadtevent: Volkskundliches Wissen, Festivalisierung und die „Wende“ urbaner Festkultur in den 1980er Jahren am Beispiel Berlins (DFG) am Institut für Europäische Ethnologie, HU-Berlin, Projektleiter_innen: Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba, Prof. Dr. Dr h.c. Erika Fischer-Lichte (12/2011 - 11/2014)
  2. Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt Inszenierung und Performativität von Wissen: Städtische Volksfeste in Berlin nach 1945 am Institut für Europäische Ethnologie, HU-Berlin, Projektleiter_innen: Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba, Prof. Dr. Dr h.c. Erika Fischer-Lichte (5/2009 - 5/2011)

  1. Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt Volkskunde als öffentliche Wissenschaft. Die Wissens- und Wissenschaftsgeschichte der Berliner Volkskunde 1860-1960 am Institut für Europäische Ethnologie, HU-Berlin, Projektleiter_innen: Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba, Dr. Leonore Scholze-Irrlitz (06/2003 - 08/2006)

Kooperationen und Mitarbeit

  • Heinrich Heine-Haus (Maison d’Allemagne, Cité Internationale Universitaire) Paris, Bereich: Kulturprogramm/Kulturorganisation/Öffentlichkeitsarbeit (10/2001 - 12/2001) http://www.maison-heinrich-heine.org

  • Haus der Kulturen der Welt (Berlin), Bereich: Wissenschaft, Gesellschaft, Literatur (05/2002 - 08/2002) http://www.hkw.de

  • Heimatmuseum Neukölln im Rahmen des Europäischen Ausstellungsprojekt „Born in Europe“ (12/2002 - 03/2003) http://www.museum-neukoelln.de

Ausbildung

  • Studium der Europäischen Ethnologie, Französisch, Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität Saint Denis, Paris 8 (10/1993 - 07/2001)

  • Zusatzstudium Deutsch als Fremdsprache an der Humboldt-Universität zu Berlin (10/2001 - 05/2003)

  • Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes (auf Vorschlag von Prof. Kaschuba, 04/1997 - 09/2000) http://www.studienstiftung.de

  • Studentische Hilfskraft am Institut für Europäische Ethnologie (4/1997 - 05/2003)

 

Lehre

  

 Bisher angebotene Seminare und Veranstaltungen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veranstaltungen

BA-Seminar: Massenkultur - Kulturindustrie - Populärkultur
Modul 5: Medialität, Kulturtransfer, Pop(ular)kultur
Do 16.00 - 18.00 Uhr, Raum 211

 

In dem Seminar soll das Phänomen „Massenkultur“ und „massenkulturelles Vergnügen“ von der Entstehung um 1900 bis zur Gegenwart betrachtet werden. Zum einen werden dabei die Entwicklung der populären Kultur, die Nutzung und die (kulturpolitische wie alltagskulturelle) Bewertung der Populärkultur im Laufe des 20. Jahrhunderts analysiert, zum anderen werden auch die wissenschaftstheoretischen und methodischen Perspektiven der Forschung zu Populärkultur in den Blick genommen. Betrachtet werden dabei: die Entstehung der Metropolenkultur um 1900, die Schund- und Schmutz-Debatte, die Settlementbewegung und die Arbeiterkulturbewegung, die Amerikanisierung in der BRD der fünfziger Jahre und das Thema der „Halbstarken“, die DDR-Kulturpolitik der fünfziger Jahre, die (nicht mehr ganz aktuelle) Unterschichtendiskussion sowie die Forschungsperspektiven der Kritischen Theorie, der Cultural Studies, der Volkskunde und aktuelle Überlegungen der Europäischen Ethnologie/Empirischen Kulturwissenschaft.

In dem Seminar sollen neben der Lektüre und der Textdiskussion auch kleine Forschungen in Einkaufszentren, Biermeilen und auf den Weihnachtsmärkten durchgeführt werden.

Seminarplan SE_ Massenkultur - Kulturindustrie - Popularkultur.pdf

Publikationen

Monografien

  • Nach fremden Bildern leben. Anpassungsleistungen und Selbstbehauptungsstrategien afrikanischer Migranten in Berlin (Magisterarbeit, Berlin 2000).
  • Die Kunst gehört dem Volke? Die Volkskunst in der frühen DDR zwischen politischer Lenkung und ästhetischer Praxis (als Dissertation eingereicht, Berlin 2012).

 

Aufsätze

  • Heimatfest und Freundschaftsfeier. Die Inszenierung von Heimatgeschichte in Berliner Volksfesten der 1950er- und 1960er-Jahre. In: Zeitschrift für Volkskunde, 108. Jg., 2012/2, S. 215-245 (im Druck, gemeinsam mit Dominik Kleinen).
  • Sozialistische Folklore? Der Stralauer Fischzug in Berlin zwischen 1954 und 1962. Deutschland Archiv. Zeitschrift für das vereinigte Deutschland. 44. Jg., 4/2011, S. 561-569 sowie Deutschland Archiv online 10/2011: http://www.bpb.de/themen/529HQN,0,Der_Stralauer_Fischzug_in_Berlin_zwischen_1954_und_1962.html
  • Zwischen wissenschaftlicher Neuorientierung und politischer Lenkung: Die marxistische Volkskunstforschung in der frühen DDR. In: Bilder-Bücher-Bytes. Zur Medialität des Alltags. Sammelband des 36. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde. Hrsg. v. Michael Simon u.a., Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie/Volkskunde, Münster u.a., 2009, S. 340-351.
  • Grenzen der Unterhaltung. Zur „Hebung des Kulturniveaus“  in den 1950er Jahren. In: Ulrike Häusser/Marcus Merkel (Hg.) (2009): Vergnügen in der DDR, S. 253-270.
  • Sozialistische Wissenschaftspopularisierung. Volkskunst und Heimatgeschichte in der frühen DDR. In: Ina Dietzsch, Wolfgang Kaschuba, Leonore Scholze-Irrlitz (Hg.) (2009): Horizonte ethnografischen Wissens. Wien, Köln, Weimar: Böhlau, S. 131-154.
  •   „…eine neue, mit dem Volk verbundene Kultur entwickeln“ – Laienkunst als Ressource für die Etablierung der Volkskunde in der frühen DDR. In: Sibylla Nikolow/Arne Schirrmacher (Hg.) (2007): Wissenschaft und Öffentlichkeit als Ressourcen füreinander. Studien zur Wissenschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert. Frankfurt/New York: Campus, S. 197-216.
  • „Der Sozialismus siegt... – auch im Studentenzimmer“? Zum politischen Umgestaltungsprozess 1951-1959 im Spiegel der Studentenzeitung Forum. In: Jahrbuch für Universitätsgeschichte 10 (2007), Stuttgart, S. 141-164.
  • Eine Familie zwischen Togo und Neukölln. In: Familiendinge. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung vom 10. Mai 2003 bis 3. April 2004 im Heimatmuseum Neukölln. Hg. v. Udo Gößwald, Berlin, Mai 2003, S. 140-145.
  • „Es ist ja nun wirklich keine Schande, arbeitslos zu sein?“ Erfahrungen, Strategien und Deutungen älterer Arbeitsloser in Ostberlin. In: Michi Knecht (Hg.): Die andere Seite der Stadt. Armut und Ausgrenzung in Berlin. Alltag & Kultur, Bd. 5. Köln, Wien, Weimar: Böhlau 1999, S. 144-165.


Rezension/Tagungsberichte 

  • Kultur_Kultur. Denken, Forschen, Darstellen. 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde an der Eberhard Karls Universität Tübingen, 21.-24. Sept. 2011. Tagungsbericht. Zeitschrift für Volkskunde, 108. Jg., 2012/I, S. 96-102 (zusammen mit Sanna Schondelmayer).
  • Bewegliche Habe. Zur Ethnografie der Migration. Hrsg. v. Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen. Rezensionsdienst „Europäische Ethnologie/Kulturanthropologie“. H-SOZ-u-KULT, Juni 2003.
  • Annette Lepenies: Wissen vermitteln im Museum. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2003. H-Museum, Mai 2006.

 

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zuletzt geändert: 21.03.13 CK
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