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Forschen am Institut für Europäische Ethnologie
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GenderQueer in der ethnografischen Forschung

zuletzt geändert: 22.02.12 SI
Mitwirkende: Geschlechterforschung

Geschlecht und Sexualität gehören zu den zentralen Analysekategorien der ethnographischen bzw. der qualitativen empirischen Forschung; Geschlechterstudien stellen damit einen der Querschnittsbereiche der Europäischen Ethnologie dar.

Doch die strukturierte Einbeziehung von Geschlecht, Sexualität und der damit verwobenen Kategorien sozialer Differenzierung bringen eigene theoretische und methodologische Fragen für die ethnographische Forschungspraxis mit sich, die das Labor aufgreifen und vertiefen möchte. Zugleich sollen die Potentiale der kritischen Interventionen aus Postcolonial, Queer und Critical Whiteness Studies sowie der in den Gender Studies entwickelten Ansätze der Interdependenz sozialer Differenzkategorien für die Europäische Ethnologie diskutiert werden. Ziel ist es also, Synergieeffekte zu erzeugen, indem Gender Studies und Europäische Ethnologie zusammengebracht und -gedacht werden.

Das Labor „GenderQueer in der ethnographischen Forschung“ stellt für am Institut angesiedelte Forschungsprojekte sowie für Abschlussarbeiten und Dissertationen der Teilnehmer_innen einen Diskussionsraum zur Verfügung. Im Mittelpunkt der monatlichen Treffen stehen Diskussionen um methodologische und epistemologische Fragen der europäisch ethnologisch orientierten Gender Studies bzw. der europäisch ethnologischen Forschungsprojekte, die eine strukturierte Perspektive auf Geschlecht und Sexualität richten.

Kontakt             Beate Binder         beate.binder@rz.hu-berlin.de


Forschungsprojekte

  1. Sound-Schlachten – Männlichkeit, Gewalt und ‘Whiteness’ in extremen subkulturellen Musikszenen (DFG-Projekt von Dr. Dunja Brill in Kooperation mit Prof. Dr. Beate Binder)
  2. Sexuelle Moderne und Wahn. Die Figur der ver-rückten Frau in der urbanen Bohème 1890-1933 (Teilprojekt der DFG-Forschergruppe Kulturen des Wahnsinns, Sprecher Prof. Dr. Volker Hess; Projektleitung: Prof. Dr. Beate Binder, Prof. Dr. Inge Stephan, PD Dr. Gabriele Dietze)

Dissertationen

  1. Ute Frings-Merck: Polnische Putzfrauen - Zur Ethnologie der Begegnung von Polen und Deutschen im hauswirtschaftlichen Arbeitsverhältnis
  2. Nadine Heymann: Jenseits der Binarität? (Un)doing Gender im Visual Kei
  3. Barbara Kiepenheuer-Drechsler: Vielfalt plus Zusammenhalt. Eine ethnologische Perspektive auf staatliche Integrationsstrategien und deren Aufnahme und Umgestaltung durch junge Migranten in Berlin
  4. Judith Krohn: Subjektivierung von Arbeit am Beispiel des Verwaltungshandelns – Wandel von Arbeits- und Geschlechterkultur
  5. Irina Linke: Soziale Repräsentationen und Umgang mit Bildern bei den Frauen in Sanaa (Jemen)
  6. Ursula Seer: Vielschichtig verkörperte Subjektivitäten. Ein ethnologischer Austausch mit XY-Frauen
  7. Friedrich von Bose: Displays des Kolonialen. Museale Konstruktionsprozesse und Politiken der Erinnerung
  8. Ann-Katrin Zöckler: Doing Alzheimer – Eine vergleichende Ethnographie zum Umgang mit Alter(n), Krankheit und Geschlecht in Wissenschaft, Politik und Alltag

Abschlussarbeiten / Projekttutorien

  1. Hannes Hacke/Lena Mann: How to study heteronormativity?
  2. Robert Claus/ Y. Müller/K. Witte: Rechtsextremismus und Männlichkeit - Herrschaftsverhältnisse im Schnittpunkt. Ein transdisziplinärer Zugang
  3. Markus Ulrich: „(Un-)Sichtbar sein. Ein Aufklärungsprojekt über LSBT-Lebensweisen“. 2009

Abgeschlossene Dissertationen 

  1. Anika Keinz: Polens Andere. Verhandlungen von Geschlecht und Sexualität in Polen nach 1989, transcript 2008
  2. Régis Schlagdenhauffen-Maika: Das Gedenken an die homosexuellen NS-Opfer
  3. Synnöve Bendixsen: Being Young, Muslim and Female: Creating Space(s) of Belonging in Berlin

Kooperationen 

  1. Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG), HU Berlin
  2. Graduiertenkolleg Geschlecht als Wissenskategorie, HU Berlin
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