Sozial- und Kulturanthropologie der Lebenswissenschaften
Sozial- und Kulturanthropologie der Lebenswissenschaften
Die dynamische Entwicklung der Lebenswissenschaften hat in den
vergangenen Jahren bedeutende Erkenntnisfortschritte ermöglicht, die zu
einem tief greifenden Wandel sowohl in den Wissenschaften und der
Medizin als auch in der Gesellschaft geführt haben und weiterhin führen
werden.
Aufgabe des Labors ist es, diesen Wandel systematisch zu untersuchen
und dabei die Folgen der lebenswissenschaftlichen Entwicklungen für
Kultur und Gesellschaft in engem Zusammenhang mit einer Untersuchung
der wissenschaftlich-technischen Entwicklungen selbst zu
verstehen.
Ziel ist die Entwicklung einer Programmatik sowohl durch eigenständige
Forschung als auch durch Verknüpfung und Förderung bestehender
Expertise vor allem in den Bereichen Medical Anthropology und Science
& Technology Studies.
Kontakt ethno.sts[at]staff.hu-berlin.de
Forschungsprojekte
- Die Produktion von Chronizität im Alltag psychiatrischer Versorgung und Forschung in Berlin (DFG)
- Verwandtschaft
als
Repräsentation sozialer Ordnung und soziale Praxis: Kulturen der
Zusammengehörigkeit im Kontext sozialer und reproduktionsmedizinischer
Transformationsprozesse, Teilprojekt des SFB 640 gefördert von der
DFG
Dissertationen
- Martina Klausner: Klassifikationspraxen im psychiatrischen Versorgungssystem
- Katrin Amelang: Chronizität und Normalisierung
- Sven Bergmann: Gesundheitstourismus
- Stephan Haufe: Regionalität und Differenz in der Nahrungsmittelproduktion in Europa
- Christoph Kehl: Medizinische Konstruktionen von Erinnern und Vergessen am Beispiel der Alzheimer- und Traumaforschung
- Janina Kehr: Tuberkulose als soziale Krankheit in Frankreich und Deutschland
- Ann-Katrin Zöckler: Doing Alzheimer
Abgeschlossene Forschungsprojekte
- C:SL · Collaboratory: Social Anthropology and Life Sciences, gefördert von der Berliner Senatsverwaltung.
- Der Homo Europaeus in der Medizin und Nahrungsforschung, Teilprojekt des Verbunds Imagined Europeans. Die wissenschaftliche Konstruktion des Homo Europaeus gefördert vom BMBF.
- Präventives Selbst, in Kooperation mit der Universitätsmedizin Charité Berlin, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und der Universität Hamburg, gefördert vom BMBF.
- Herausforderungen der
Biomedizin: Soziokulturelle Kontexte, Europäische
Regulierungsformen und Bioethik (CoB)
Abgeschlossene Studienprojekte
- Samenbanken – Samenspender. Zur (Re-)Konstitution
von Männlichkeit im Feld 'neuer' Reproduktionstechnologien (seit WS
06/07)
- Transformationen des Selbst: Theorie und Wandel von
Körperpraxen und Interventionen (2007/2008)
- Utopien und Dystopien des Alter(n)s
(2004/2005)
Abschlussarbeiten
- Magisterarbeiten
(Liste folgt)
- Bachelorarbeiten
(Liste folgt)
