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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

Labor Museen/Ausstellungen

Theorie und Praxis von Museen und Ausstellungen

Museen sind populäre Medien der Wissensproduktion und -vermittlung. Als Institutionen des Sammelns, Bewahrens und Ausstellens sind sie symbolisch hoch besetzt und gleichsam kulturell umkämpft – nicht ohne Grund werden sie über die kultur- und sozialwissenschaftlichen Fachkontexte hinweg als „kultureller Schlüsselort“ betrachtet. Als Orte ästhetischer Praktiken sowie als umkämpfte Aushandlungsfelder von Identitäten und Zugehörigkeiten sind sie ein wichtiges Forschungsfeld der Europäischen Ethnologie. Dabei können Fragen der Repräsentation Europas – welche aktuellen wie historischen kollektiven Bilder von „Europäisch-Sein“ im Museum geschaffen, welche Grenzen dabei gezogen und welche Zugehörigkeiten definiert werden – ebenso zur Diskussion stehen wie die Debatte um die Musealisierung von Migration oder auch um Perspektiven von Arbeit, wie sie beipielsweise in Ausstellungen zum industriekulturellen Erbe verhandelt werden.   

Das Labor „Theorie und Praxis von Museen und Ausstellungen“ versteht sich als statusübergreifender Diskussionsraum für am Institut angesiedelte Forschungsprojekte, Dissertationen und studentische Abschlussarbeiten wie auch für externe Interessierte. Gegenwärtige Trends (musealer) Ausstellungspraxen sind für uns Anlass, methodologische wie epistemologische Fragen neu zu stellen. Nicht zuletzt möchten wir auch über adäquate Werkzeuge der Ausstellungsanalyse wie über gute Formen reflexiver Ausstellungspraxis nachdenken.

 

Termine im Sommersemester 2014

Zur Übersicht der Termine bitte in der rechten Spalte auf „zu den Terminen“ klicken.

 

Mitglieder und assoziierte Forschungsprojekte

Friedrich von Bose ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europäische Ethnologie und hat im September 2014 seine Dissertation über den Entstehungsprozesses des Berliner Humboldt-Forums abgeschlossen

Sarah Czerney ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Europäische Medienkultur an der Bauhaus-Universität Weimar und arbeitet an ihrer Dissertation "Zwischen Nation und Europa. Geschichtsmuseen als Medien transnationaler Historiografie"

Judith Dehail schreibt ihre Doktorarbeit zum Thema Musikinstrumenten-Museen und deren Besucher_innen in Cotutelle an der Université Paris Diderot-Paris VII, an der Humboldt-Universität zu Berlin und am Centre Marc Bloch Berlin

Dr. Daniela Döring ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Europäischen Medienwissenschaft an der Universität Potsdam

Hannah Fitsch ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterstudien (Zig) an der TU Berlin

Heike Hartmann, Kuratorin und Kulturwissenschaftlerin, arbeitet derzeit zur deutsch-australischen Kolonialgeschichte und hat eine Ausstellung zu dem verschollenen Expeditionsreisenden Ludwig Leichhardt kuratiert

Dr. Jochen Hennig ist Wissenschaftshistoriker und Kurator, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik und ist Sammlungsbeauftragter des Präsidiums der Humboldt-Universität

Prof. Dr. Joachim Kallinich ist Honorarprofessor am Institut für Europäische Ethnologie, ehemaliger Direktor des Berliner Museums für Kommunikation und berät kultur- und technikhistorische Ausstellungsprojekte und Museen

Sabine Kritter ist Mitarbeiterin der Gedenkstätte Sachsenhausen und arbeitet an ihrer Promotion zu „Repräsentationen der Arbeit im Museum“

Sarah Elena Link ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik und arbeitet im Projekt „Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland“

Dr. Andreas Ludwig arbeitet am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam zum Thema "Materielle Kultur als Quelle für die Zeitgeschichtsforschung" im Rahmen des Förderschwerpunkts "Forschung an mittleren und kleineren Museen" der VolkswagenStiftung

Julia Schnegg ist Sozialwissenschaftlerin und Geschäftsführerin von Matthies & Schnegg – Ausstellungs- und Kommunikationsdesign in Berlin.

Franka Schneider promoviert am Institut für Europäische Ethnologie im Rahmen des DFG-Projektes "Volkskunde in der Metropole"

Dr. habil. Leonore Scholze-Irrlitz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische Ethnologie und Leiterin der Landesstelle für Berlin-Brandenburgische Volkskunde

Mario Schulze schreibt seine Doktorarbeit zur Wissensgeschichte des Museumsdinges an der Universität Zürich und bloggt immer mal wieder über seine Museumsbesuche

 

Publikationen

Friedrich von Bose, Kerstin Poehls, Franka Schneider und Annett Schulze: Museumx. Zur Neuvermessung eines mehrdimensionalen Raumes. Berlin: Panama Verlag, 2012 (Neuauflage des gleichnamigen Bandes in der Zeitschrift Berliner Blätter, 57, 2011) Link

 

Abgeschlossene Dissertationen und Forschungsprojekte

Friedrich von Bose: Displays des Kolonialen. Eine Ethnographie des ‘Making-of’ des Berliner Humboldt-Forums

Victoria Bishop Kendzia: The Jewish Museum Berlin: Visitor Experience in the Context of Political Education (2013)

Andrea Meza Torres: Die Repräsentation der Migration in Museen und Ausstellungen in Frankreich und Deutschland (2013)

Annett Schulze: Erinnerungen im Konflikt. Nation-Building-Prozesse im Post-Apartheid-Südafrika (Springer VS, 2013)

Forschungsprojekt: Exhibiting Europe. Politics of Display: Migration, Mobilities, and the Borders of ‘Europe’. (Oktober 2008 – September 2011)

 

Abschlussarbeiten

Irene Hilden: Demokratisierungsprozesse in ethnologischen Museen. Recontextualizing Digital Objects – Eine kritische Analyse (Bachelor 2012)

Lysette Laffin: Museumsaufsichten - Stehen zur Kunst (Bachelor, 2010)