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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

Verbleibstudien

Im Rahmen der Verbleibstudien fragen wir Absolventinnen und Absolventen unseres Instituts nach ihrem beruflichen Werdegang:

Was tun Europäische Ethnologinnen und Ethnologen nach dem Studium? Was können sie mit dem Studienabschluss Europäische Ethnologie auf dem Arbeitsmarkt anfangen? In welchen Berufsfeldern arbeiten ehemalige Berliner Studierende der Europäischen Ethnologie heute? Wie lief ihr Berufseinstieg ab? Und wie beurteilen sie ihr Studium rückblickend vor dem Hintergrund ihrer beruflichen Situation?

 

2012

Wie schon in den Jahren 2002/2003 haben wir Absolventinnen und Absolventen nach ihrem beruflichen Werdegang befragt. Uns interessierte auch, wie sie vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt das Studium am Institut für Europäische Ethnologie rückblickend beurteilen.

Um Auskunft gebeten haben wir alle diejenigen, die seit 1998 einen Abschluss am Institut (1. Hauptfach Magister, Kernfach Bachelor, Master) erworben haben.

Weil inzwischen mehrere hundert Studierende ein Studium an unserem Institut abgeschlossen haben, haben wir die Daten diesmal in einem zweistufigen Verfahren erhoben: Um möglichst viele Ehemalige zu erreichen, haben wir zunächst eine Onlinebefragung durchgeführt (mittlerweile abgeschlossen) und dann in einem zweiten Schritt einige Absolventinnen und Absolventen in qualitativen Telefoninterviews befragt.

Letztlich haben sich 131 Ehemalige (118 Magister und 13 Bachelor) an der Online-Umfrage beteiligt, 50 haben uns zudem telefonisch Auskunft gegeben.

 

Verbleibstudie 2012 PDF

Autor_innen: Friedrich von Bose und Sabine Imeri
herausgegeben vom Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin

 

2003

Im Jahr 2003 ist am Institut für Europäische Ethnologie eine Verbleibstudie erarbeitet worden, die die Erfordernisse der beruflichen Qualifizierung sowie der Ausbildung am Institut untersucht. Die Studie geht dem beruflichen Werdegang der Berliner Absolventen_innen der Europäischen Ethnologie seit der Wende nach. Sie hatte drei Schwerpunkte:

  • In welchen Berufsfeldern arbeiten die Absolventen_innen, welche Stationen haben sie nach Abschluss des Studiums durchlaufen und in welchen Beschäftigungsverhältnissen sind sie?
  • Wie schätzen die Absolventen_innen rückblickend das Studium ein, und was kritisieren sie aufgrund ihrer beruflichen Erfahrungen am Studium?
  • Welches Interesse besteht an einem Absolventennetzwerk? Welche Vorstellungen und Erwartungen werden daran geknüpft?

Gearbeitet wurde mit qualitativen und quantitativen standardisierten Fragen. Am Institut für Europäische Ethnologie wurden in der Zeit von Februar bis September 2002 insgesamt 72 telefonische Leitfadeninterviews durchgeführt. Die Auswertung zusammen erfolgte analog zur Erhebungsmethode sowohl qualitativ als auch quantitativ.

Aus der Untersuchung wird sichtbar, dass ein Teil der Absolventen_innen leicht einen Einstieg ins Berufsleben fand. Bei anderen sind die Berufsbiografien eher bunt und vielfältig – sie umfassen oft viele Stationen und unterschiedliche Tätigkeiten. Da das Studium der Europäischen Ethnologie auf keine konkrete Tätigkeit vorbereitet, sind die Berufsfelder der Interviewten breit gestreut.

Ein Fazit der Studie ist, dass das Studium für viele der Interviewten persönlich und fachlich eine Bereicherung war und die Mehrheit wieder Europäische Ethnologie studieren würde. Auf den Arbeitsmarkt hat das Studium allerdings nur unzulänglich vorbereitet – wobei das auch nicht alle Interviewten von einem Studium erwartet hatten. Die ethnologischen Kernkompetenzen sahen sie weniger in einer spezifischen Art des Wissens, sondern vielmehr in einer besonderen Perspektive auf gesellschaftliche Phänomen und Prozesse. Aufgrund ihrer Ergebnisse plädieren die Autorinnen für einen stärkeren Praxisbezug des Studiums, ohne dass deswegen ethnologische Kompetenzen und wissenschaftliche Tiefe in den Hintergrund geraten müssen.

 

Verbleibstudie 2003 PDF

Autorinnen: Katrin Bialek, Victoria Schwenzer
herausgegeben vom Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin

 

Auf den Seiten des Bundesverbands freiberuflicher Ethnolog_innen e.V. findet sich neben kritischen Überlegungen zu Alumni-Befragungen auch eine Linksamlung zu Verbleibstudien anderer ethnologischer / europäisch-ethnolgogischer Institute.
http://www.bundesverband-ethnologie.de/verbleibstudien-ethnologie