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Studieren am Institut für Europäische Ethnologie
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Kultur erforschen

zuletzt geändert: 17.01.12 GW


In Studienprojekte im Rahmen des "Forschenden Lernens" wird ethnologische Kulturanalyse in einem Prozess des »learning by doing« und in einer engen Verklammerung von Theorie und Praxis vermittelt. Die Studierenden sind in allen Phasen des Projektes beteiligt. Sie verantworten eigenständige Teilbereiche einer Gesamtaufgabe oder entwickeln ethnografische Fallstudien unter dem Dach einer übergreifenden Fragestellung. Über zwei Semester (Forschungsmodule I und II) gelangen sie dabei von der Konzeption einer Fragestellung über eine empirische Erhebungsphase zur Auswertung und Präsentation der Ergebnisse. Unabhängig davon, ob historische Fragen gestellt und deshalb vor allem mit Archivbeständen, vielleicht aber auch mit Zeitzeugeninterviews gearbeitet wird oder ob man sich einem gegenwartskulturellem Thema mit teilnehmender Beobachtung oder qualitativen Interviews nähert, immer geht es um heuristische Offenheit, methodische Phantasie und eine Distanzierung von der eigenen Alltagserfahrung durch einen intra- wie interkulturell vergleichenden Blick.

Die Tatsache, dass in Studienprojekten nicht nur geforscht wird und anschließend Texte geschrieben werden, sondern dass ganz praktisch Bücher produziert, Ausstellungen konzipiert und eigenhändig aufgebaut oder Filme realisiert werden, fordert von Studierenden wie Lehrenden gleichermaßen die Bereitschaft zu intensiver Zusammenarbeit und ein weit über den normalen Studienalltag hinausgehendes Engagement. Es zeigt sich dabei immer wieder, dass es gerade die unbedingte Ergebnisorientierung der Studienprojekte ist, welche die Studierenden wie kaum eine andere Form des universitären Unterrichts professionalisiert. Studienprojekte machen deutlich, dass Europäische Ethnologie nicht in einem wissenschaftlichen Elfenbeinturm stattfindet. Gerade durch die Kooperation einzelner Projekte mit außeruniversitären Einrichtungen wie beispielsweise Medien, Museen, Stiftungen oder Vereinen erhalten die Teilnehmer Einblicke in ihre eventuelle Berufspraxis, für die sie sich dann wiederum mit ihrer Projektarbeit ausweisen können.

 

Aktuelles

Grundsätzlich versuchen wir 3 Studienprojekte welche auch mit den Studienschwerpunkten korrespondieren im Jahr anzubieten. Wir orientieren uns am Studienverlaufsplan und bieten daher zum Sommersemster mindestens 2 der 3 Projekte an. Das Angebot hängt auch immer von aktuellen Forschungen und Kooperationen ab. Im Sommersemester 2012 sind 2 Studienprojekte geplant: "Praxen klinischer Innovation. Ethnographieren professioneller Alltage in der Psychiatrie" (Schwerpunkt "Wissenskulturen") bei Bister und Niewöhner und "Wie klingt die Krise?" (Schwerpunkt Stadt und Europa) bei Bojadzijev (siehe auch Vorlesungsverzeichnis EE/AGNES). Im Wintersemester 2012/13 ist ein weiteres Projektseminar von Binder und Hutta zum Themenkomplex Migration/Queer-Studies/Stadtforschung geplant. Die Projekte werden sich demnächst bei einer Info Veranstaltung interessierten Studierenden vorstellen. (Auf Ankündigungen achten, geplant für das Semesterende WS11/12).

 

Themen vergangener und laufender Studienprojekte

 

  • Berliner Route der Migration
    (im Rahmen des vom Büro des Integrationsbeauftragten des Berliner Senats unterstützten Projekts Berliner Route der Migration)
    seit SoSe 2011, Dr. Manuela Bojadžijev  (Verschiedene Veranstaltungen und Formate)
  • Praktiken und Diskurse von Nachhaltigkeit am Beispiel von erneuerbaren Energien in Brandenburg
    seit SoSe2011, Prof. Stefan Beck, Sabrina Mutz M.A.
  • Ver-Rückte Räume– Psychiatrie Erfahrene in Neukölln
    ab SoSe 2010, Dr. Jörg Niewöhner, Martina Klausner, M.A.
  • Sozialtechnologien des  ‚Unternehmerischen Selbst’
    ab SoSe 2010, Dr. Tanja Bogusz
  • Sieben Felder - Ethnologie und Kunst in einem Schulprojekt
    ab SoSe 2010, Prof. Wolfgang Kaschuba, Jens Adam M.A., Victoria Bishop Kendzia
    Ausstellung "Sieben Felder" im Haus der Kulturen der Welt im März 2011
    Webseite http://www.ethnologie-schule.de/
  • Umbrüche - Aufbrüche 1945-1960: Ein Ort zwischen Bodenreform und Kollektivierung 
    ab SoSe 2009, Dr. Leonore Scholze-Irrlitz / PD DR. Elisabeth Meyer- Renschhausen
    Ausstellung "Transitzone Dorf" Rühstädt/ Elbe 2011
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