| Zur visuellen Produktion von Lokalität: Migration und Photographie | |||
| Veranstaltungstyp: | Seminar, Grund- und Hauptstudium | ||
| Dozentin: | PD Dr. Barbara Wolbert, Privatdozentin an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. | ||
| Termin: | 1. Veranstaltung: Mi, 20. 04. 2005,
10.00 – 12.00 Uhr, Raum 311 Kompaktveranstaltungen: Mi., 04. 05., 08. 06., 15. 06., 29. 06. und 13. 07. 2005, jeweils 10.00 – 16.00 Uhr, Raum 311 |
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| Kommentar: | Dieser Kurs im Schnittfeld
von Visueller Anthropologie und Migrationsforschung
untersucht Familienfotos im Kontext von Migrationsprozessen.
Photos von Immgranten erlauben nicht nur Einsichten
in deren Lebensverhältnisse und Lebensgeschichten.
Die Praktiken des Sammelns, Rahmens und Ausstellens
dieser Photos erlauben es uns auch, Identifikationsprozesse
nachfolgender Generationen genauer zu betrachten
und darüber das soziale und politische Erbe
einer (bzw. einer ersten) Migrantengeneration zu
studieren. Indem wir frühe Photographien aus
Sammlungen von Immigranten mit neueren Praktiken
des Photographierens und der visuellen Kommunikation
und Selbstrepräsentation vergleichen, können
wir darüberhinaus besser verstehen, wie sich
mit der Zeit deren Vorstellung vom eigenen Ort und
von der Migration verändert haben. Pressephotos
und andere öffentlich verbreitete Photos von
Migranten können als ein Schlüssel zu
den in der Öffentlichkeit herrschenden Vorstellungen
von Migration benutzt werden. Familienphotos gegenübergestellt,
lassen sich daran politisch einflußreiche
Konzepte von Migration und Migranten-Communities
herausarbeiten. Mit dem Blick auf die Praktiken
visueller Kommunikation von Migranten können
wir außerdem diskutieren, wie über Bilder
soziale Zugehörigkeit im Migrationskontext
– und damit “Lokalität” (Appadurai)
– hergestellt wird. Teilnehmerzahl: auf max. 25 begrenzt |
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