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Studieren am Institut für Europäische Ethnologie
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Vorlesungsverzeichnis

zuletzt geändert: 01.03.13 ML(I
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  Zur visuellen Produktion von Lokalität: Migration und Photographie  
       
  Veranstaltungstyp: Seminar, Grund- und Hauptstudium  
  Dozentin: PD Dr. Barbara Wolbert, Privatdozentin an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.  
  Termin: 1. Veranstaltung: Mi, 20. 04. 2005, 10.00 – 12.00 Uhr, Raum 311
Kompaktveranstaltungen: Mi., 04. 05., 08. 06., 15. 06., 29. 06. und 13. 07. 2005, jeweils 10.00 – 16.00 Uhr, Raum 311
 
       
  Kommentar:

Dieser Kurs im Schnittfeld von Visueller Anthropologie und Migrationsforschung untersucht Familienfotos im Kontext von Migrationsprozessen. Photos von Immgranten erlauben nicht nur Einsichten in deren Lebensverhältnisse und Lebensgeschichten. Die Praktiken des Sammelns, Rahmens und Ausstellens dieser Photos erlauben es uns auch, Identifikationsprozesse nachfolgender Generationen genauer zu betrachten und darüber das soziale und politische Erbe einer (bzw. einer ersten) Migrantengeneration zu studieren. Indem wir frühe Photographien aus Sammlungen von Immigranten mit neueren Praktiken des Photographierens und der visuellen Kommunikation und Selbstrepräsentation vergleichen, können wir darüberhinaus besser verstehen, wie sich mit der Zeit deren Vorstellung vom eigenen Ort und von der Migration verändert haben. Pressephotos und andere öffentlich verbreitete Photos von Migranten können als ein Schlüssel zu den in der Öffentlichkeit herrschenden Vorstellungen von Migration benutzt werden. Familienphotos gegenübergestellt, lassen sich daran politisch einflußreiche Konzepte von Migration und Migranten-Communities herausarbeiten. Mit dem Blick auf die Praktiken visueller Kommunikation von Migranten können wir außerdem diskutieren, wie über Bilder soziale Zugehörigkeit im Migrationskontext – und damit “Lokalität” (Appadurai) – hergestellt wird.
Dieser Kurs stützt sich auf die Analyse von Bildern, auf die Diskussion theoretischer Texte zur Photographie und auf studentische Fallstudien, die wiederum Familienphotos (i.w.S.) und deren sozialen Gebrauch thematisieren. Individuell geplante, intensive Kurzzeitfeldforschungen, die mit dem Studium der Literatur verbunden und während des Semesters durchgeführt werden, sollen Grundlage der Seminararbeit sein, die am Ende der Vorlesungszeit einzureichen ist.

Teilnehmerzahl: auf max. 25 begrenzt

 

 

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