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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

Inszenierung und Performativität von Wissen

Städtische Volksfeste in Berlin nach 1945
Förderlaufzeit: 2009 – 2011
Förderinstitution: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

In diesem interdisziplinären Kooperationsprojekt zwischen Theaterwissenschaft und Europäischer Ethnologie werden die Inszenierungen „eigener“ und „fremder“ Kultur im Stadtraum und der damit verbundene Rückgriff auf volkskundliches/ethnografisches Wissen am Beispiel von Stadtfesten in Ost- und Westberlin in der Zeit von 1945 bis in die Gegenwart analysiert. Denn diese Stadtfeste verbinden in spezifischer Weise sach- und anlassbezogenes Wissen (Datum, Brauch, Tradition, Erinnerung) mit Formen und Formaten populärer Geselligkeit. Sie verkörpern damit prismatische Verdichtungen und Brechungen urbaner Selbstbilder, in denen hohe volkskundlich-ethnologische Wissensanteile enthalten sind.

In der interdisziplinären Zusammenarbeit wird dazu das Konzept der Performativität systematisch nutzbar gemacht. Dabei soll die ethnologische Perspektive auf die Wissensbestände und Deutungsmuster, auf Akteure und Medien mit einer theaterwissenschaftlichen Aufführungsanalyse verknüpft werden, um auszuloten, wie volkskundliches Wissen in einer spezifischen Ästhetik präsentiert, plausibilisiert, transferiert und transformiert wird.

Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds Volkskundliches Wissen und gesellschaftlicher Wissenstransfer.