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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

Labor Kritische Europäisierungsforschung

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Aus der ethnologischen Perspektive ist Europa nicht einfach gegeben, sondern - historisch und aktuell - ein sich in vielen global verflochtenen Projekten entwickelnder, konfliktreicher politischer und kultureller Prozess. Das ethnologische Paradigma der Europäisierung steht für diesen Prozess. Und eine kritische Europäisierungsforschung reflektiert diesen Prozess aus einer postkolonialen, globalen Perspektive. Dabei setzt sie nicht nur im „Zentrum“, bei den Politiken und Institutionen der Europäischen Union oder der Definitionsmacht der westlichen europäischen Gesellschaften an, sondern gerade bei jenen Akteuren und Zonen an den Rändern des heutigen Europas, deren Zugehörigkeit historisch und aktuell umstritten ist: etwa den heutigen Grenzregionen des Mittelmeerraums, des "Balkans" und Osteuropas, den Migrant_innen, Minoritäten und Marginalisierten, die Europa mit seinen umstrittenen und oft ausgelassenen globalen Geschichten und Gegenwarten in einer postkolonialen, postmigrantischen, postsozialistischen Welt konfrontieren. Gerade hier zeigen sich die Herausforderungen und Zumutungen der Europäisierung besonders deutlich, ebenso wie gerade diese scheinbar peripheren Akteure und Zonen sich als sehr viel bedeutsamer für die Gestaltung Europas erweisen als vielfach angenommen.

Das Labor Kritische Europäisierungsforschung versteht sich als Hierarchien übergreifender, selbst gestalteter Diskussionsraum, in dem zu diesem Schwerpunktthema des Instituts nachgedacht und geforscht wird. Das Labor vernetzt Forscher_innen (Studierende, Doktorand_innen, Projektmitarbeiter_innen, Lehrende) im Institut und interessierte „Externe“ entlang von inhaltlichem Engagement und Expertise.

Anregungen und neu hinzukommende Interessent_innen sind herzlich willkommen!



Aktuelles

Online event - Through the Corona lens: (How) Does the pandemia sharpen our view on racism and conviviality?

The current pandemic has caused different consequences at all social, economic and political levels, which has sharpened and brought to the surface different challenges, which critically need theoretical and empirical debate. Of particular interest to this session are the significance and challenges of conviviality and racism. Is the current crisis a shared experience and causes solidarity or does it promote the self-centeredness of privileged people? We frame the discussion from a macro-liminality approach as a space for transformation and change at a global level. For this session we will examine different case studies; disability community, health care system, refugee camps and spirituality.
We also question the role of the anthropologist, ethnographer and artist and how we face this new way of doing research at present. We opened the debate to reflect on new methodological and empirical forms for our field of research; digital ethnography / virtual fieldwork, dealing with social distance, auto-ethnographical research, structural difficulties of the research situation and transdiscipline methods. We intend for the first session of The Corona Lens to start the dialogue from our intimate and ethnographic perspective to open the discussion for everyone.

 

Join the discussion on 27th of November, 10-13h

In order to get the Zoom invitation for the event, please send a mail to: ramronda@hu-berlin.de