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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

Labor Kritische Europäisierungsforschung

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Aus der ethnologischen Perspektive ist Europa nicht einfach gegeben, sondern - historisch und aktuell - ein sich in vielen global verflochtenen Projekten entwickelnder, konfliktreicher politischer und kultureller Prozess. Das ethnologische Paradigma der Europäisierung steht für diesen Prozess. Und eine kritische Europäisierungsforschung reflektiert diesen Prozess aus einer postkolonialen, globalen Perspektive. Dabei setzt sie nicht nur im „Zentrum“, bei den Politiken und Institutionen der Europäischen Union oder der Definitionsmacht der westlichen europäischen Gesellschaften an, sondern gerade bei jenen Akteuren und Zonen an den Rändern des heutigen Europas, deren Zugehörigkeit historisch und aktuell umstritten ist: etwa den heutigen Grenzregionen des Mittelmeerraums, des "Balkans" und Osteuropas, den Migrant_innen, Minoritäten und Marginalisierten, die Europa mit seinen umstrittenen und oft ausgelassenen globalen Geschichten und Gegenwarten in einer postkolonialen, postmigrantischen, postsozialistischen Welt konfrontieren. Gerade hier zeigen sich die Herausforderungen und Zumutungen der Europäisierung besonders deutlich, ebenso wie gerade diese scheinbar peripheren Akteure und Zonen sich als sehr viel bedeutsamer für die Gestaltung Europas erweisen als vielfach angenommen.

Das Labor Kritische Europäisierungsforschung versteht sich als Hierarchien übergreifender, selbst gestalteter Diskussionsraum, in dem zu diesem Schwerpunktthema des Instituts nachgedacht und geforscht wird. Das Labor vernetzt Forscher_innen (Studierende, Doktorand_innen, Projektmitarbeiter_innen, Lehrende) im Institut und interessierte „Externe“ entlang von inhaltlichem Engagement und Expertise.

Anregungen und neu hinzukommende Interessent_innen sind herzlich willkommen!



Aktuelles

 

We will continue our discussion series on Spaces of Possibility („Möglichkeitsräume“) with Giuseppe Grimaldi (Milano) and his work on the topic of „The Black Mediterranean“. Giuseppe focuses on issues of liminality and „Afroeuropeanness“ as they emerge in postcolonial entanglements and (post)migrant networks between Italy/Europe and Ethiopia, Eritrea/Africa.

Our discussion will be based on an article (for a request please contact artur.gerke.1@hu-berlin.de) and a short introductory input by Giuseppe Grimaldi. This will allow us to address interesting questions, e.g.:
- how the concept of the Black Mediterranean is related to the Black Atlantic (Paul Gilroy);
- how it is related to claims and practices of postcolonial Afroeuropean citizenship;
- how it is connected to „new“ migrations from Africa since 2015;
- whether it opens new dimensions of discussing and decentering Europe as a postcolonial and postmigrant space.

The session will take place as a joint event of the Migration Lab and the Critical Europeanization Studies Lab:
Friday, August 30, 2019, 10:00 - 13:00, Institut für Europäische Ethnologie, Möhrenstraße 40-41, Room 107a

We would like to connect the discussion with your ongoing doctoral or postdoctoral projects in related fields of Critical Migration research and Critical Europeanization Studies. We hope to see many of you and to use this occasion to get you and your research projects more involved in the work of the labs. There will be the option of meeting informally for lunch and talk after the session.

Looking forward to seeing you!

Best wishes
Regina Römhild
Labor Migration & KritEuro