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Film: „Nur der Pole bringt die Kohle“ (D 2014, Regie: Markus Stein)

Am Donnerstag, den 29. Januar um 18 Uhr laden das Labor „Anthropologie ländlicher Räume“ und die Fachschaftsinitiative Europäische Ethnologie alle Interessent_innen herzlich dazu ein, gemeinsam den Dokumentarfilm "Nur der Pole bringt die Kohle" (90 min, 2014) anzuschauen und mit dem Regisseur Markus Stein zu diskutieren.
  • Wann 29.01.2015 von 18:15 bis 20:30 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo 107a
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Am Donnerstag, den 29. Januar um 18 Uhr laden das Labor „Anthropologie ländlicher Räume“ und die Fachschaftsinitiative Europäische Ethnologie alle Interessent_innen herzlich dazu ein, gemeinsam den Dokumentarfilm "Nur der Pole bringt die Kohle" (90 min, 2014) anzuschauen und mit dem Regisseur Markus Stein zu diskutieren.

„2004 ist die Grenze zwischen Polen und Deutschland gefallen. Am Anfang war es die Angst der Polen, die Deutschen würden in ihr Land kommen und mit Geld nach Land und Besitz greifen. Doch 10 Jahre später scheint alles ganz anders: In den fast ausgestorbenen Dörfern der ostdeutschen Provinz im deutsch-polnischen Grenzgebiet ist eine völlig neue Bewegung im Gange, die alle bisher da gewesenen Stereotypen des deutsch-polnischen Verhältnisses auf den Kopf stellt.

Eine Region, die vor kurzem noch dadurch auffiel, dass sie durch den Wegzug der perspektivlosen deutschen Jugend entvölkert wurde, wird durch gesunkene Immobilienpreise für polnische Familien aus dem Großraum Stettin attraktiv. Immer mehr Meschen aus Polen ziehen nach Deutschland. Sie verdienen genug Geld, um sich die Immobilien in den Dörfern zu leisten und sind gleichzeitig nicht weit entfernt von ihren Arbeitsstellen. Sie erobern die einsamen Weiten in ihrem Westen. Das einzig erreichbare Mobilfunknetz ist das polnische, die Maklerbüros sind fest in polnischer Hand, ein Verein hilft mit deutschen Behörden und die örtliche Wohnungsbaugesellschaft wirbt mit deutschem Kindergeld. Die deutschen Bewohner verharren. Sie mussten zusehen, wie die Jungen in den letzten Jahren in den „Westen“ abwanderten und sind viel schneller in der nächsten polnischen Großstadt als in Greifswald, Berlin oder Neubrandenburg. Sie sind dabei, sich einzurichten mit ihren neuen Nachbarn.

Der Film ist eine skurrile Milieustudie über günstiges Land, typische Polen, typische Deutsche, über das fremde und das neue Europa.“
(Auszug aus dem Pressetext)