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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

Labor Migration

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Liebe Freunde und Aktive des Labor Migration,

 
wir laden Euch sehr herzlich zur nächsten Sitzung ein:
 
Methoden und Forschungsdesign:
Wie arbeitet eine kritische Migrationsforschung?
am Freitag, 19.1.2018, 10-13 Uhr, im Institut für Europäische Ethnologie, 4. Stock/4th floor, Raum 408
 
Nach den grundlegenden konzeptionellen Diskussionen der letzten Zeit wollen wir jetzt die Fragen des Wie und der empirischen Methoden in den Mittelpunkt stellen: Wie lässt sich eine Forschung konzipieren und durchführen, die keine „migrantologische“ Untersuchung der Minderheiten am Rand der Gesellschaft mehr sein will? Welches Design, welche Methoden braucht eine empirische Forschung, die stattdessen Gesellschaft aus der Perspektive der Migration untersuchen will? Was bedeutet es also empirisch, die Migrationsforschung zu „entmigrantisieren", Gesellschaftsforschung aber zu „migrantisieren“? Welche Fallstricke und Grenzen, welche Möglichkeitsräume werden hier erkennbar? 
Zum (Wieder)Einstimmen auf die zurückliegenden Diskussionen, die uns hier als Ausgangspunkt dienen werden, lohnt ein Blick auf die Homepage des Labors https://www.euroethno.hu-berlin.de/de/forschung/labore/migration/standardseite und in seine erste Veröffentlichung: Vom Rand ins Zentrum. Perspektiven einer kritischen Migrationsforschung. Berlin: Panama Verlag 2014. https://www.panama-verlag.de/shop/wp-content/uploads/2014/07/BB65-Kritische-Migrationsforschung-Inhalt.pdf
 
Wir wollen, wie im Labor erprobt, diese Diskussion als eine gemeinsame Untersuchung des Forschungsraums, in dem wir selbst verortet sind, konzipieren. D.h., wir gehen von den Fragen, Erfahrungen, Kenntnissen, Kritiken und Entwürfen der Teilnehmenden aus und wollen daraus weiter fürende Ideen und Perspektiven entwickeln. 
Die Diskussion wird, je nach Bedarf, auf Deutsch und/oder Englisch stattfinden.
 
Wir freuen uns auf Euer Interesse!
Anne-Kathrin Will, Regina Römhild, Sina Arnold & Urmila Goel
 
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Dear friends and members of the Labor Migration, 

we are happy to invite you to the Labor's next session: 

 
Methodology and Research Design: How to operationalize the Critical Research on Migration? 
 
After our past intense conceptional discussions we would now like to adress questions of methods and empirical methodology:
How can we conceptualize and conduct research that no longer is a "migrantological" investigation of minorities on society's fringes? Which design, what methods are needed in empirical research that instead wants to focus on the whole of society, albeit from the point of view of migration? What does it mean empirically to "de-migratize" migration research and "migratize" social research? Which challenges and limitations, which possibilities are being opened up through such an approach?
As a reminder of our former discussions, which serve as a starting point for this session, we recommend the Labor's homepage: https://www.euroethno.hu-berlin.de/de/forschung/labore/migration/standardseite and its first publication: Vom Rand ins Zentrum. Perspektiven einer kritischen Migrationsforschung. Berlin: Panama Verlag 2014. https://www.panama-verlag.de/shop/wp-content/uploads/2014/07/BB65-Kritische-Migrationsforschung-Inhalt.pdf

 

As in the past we want to use the upcoming discussion as a joint investigation of the kind of research that we are located in. That means we take the questions, experience, knowledge, criticisms and ideas of the participants as a starting point in order to develop further ideas and new perspectives. 
The discussion will be held in German and/or English, depending on the participants.

 
We are looking forward to seeing you there, 
Anne-Kathrin Will, Regina Römhild, Sina Arnold & Urmila Goel

 

Border Studies und kritische Migrationsforschung

Interdisziplinäres Forschungskolloquium in Kooperation mit dem Labor Migration und dem Labor Kritische Europäisierungsforschung

Aktuelles Programm im Wintersemester 2017/2018

 


 

Der Titel "Labor Migration" trifft in zweifacher Hinsicht zu: Wir wollen sowohl Migration selbst als ein Labor gesellschaftlicher, kultureller Entwicklungen zur Diskussion stellen, als auch die Migrationsforschung im Labor einer kritischen Prüfung und reflexiven Neuausrichtung unterziehen. Seit 2010 engagiert sich das Labor als Berliner Plattform in aktuellen Debatten einer kritischen Migrationsforschung, in enger Verbindung zu anderen Initiativen und Instituten, die ähnliche Fragestellungen verfolgen.

Das Labor Migration ist ein Hierarchien übergreifender, selbst gestalteter Diskussionsraum, der Forscher_innen (Studierende, Promovierende, Mitarbeitende und Lehrende) am Institut und interessierte "Externe" entlang von inhaltlichem Engagement und Expertise verbindet.

Anregungen und neu hinzukommende Interessent_innen sind herzlich willkommen!

 


 

 


Aktueller thematischer Schwerpunkt

Im Wintersemester 2014/15 sowie Sommersemester 2015 stand für uns das offene Feld des Postmigrantischen als Zukunftsthema für Forschung und Gesellschaft im Raum. Aus den Diskussionen ist eine studentische Hausarbeit entstanden, die die verschiedenen Positionen aufbereitet und das Konzept in einer Kritischen Migrationsforschung verortet (Hausarbeit)

Für den Fortlauf des Labors im Wintersemester 2015/16 haben wir uns auf folgenden Rahmen verständigt:

Das Postmigrantische als Schwerpunkt ist vorerst vorüber, wir wollen aber unsere weitere Diskussion stetig daran abgleichen bzw. das Postmigrantische einbeziehen. Wir führen Sitzungen zu einzelnen Begriffen und Konzepten durch, um diese auf ihr Potential, ihre Genealogie sowie Problematiken zu durchleuchten. Hierzu werden wir wieder jeweils Inputs hören, und ggf. Kleingruppen zur Vorbereitung der thematischen Sitzungen bilden:

Kosmopolitismus <-> Konvivialität <-> Solidarität

Nach jeder Sitzung wird es ein Protokoll geben, sowie die Möglichkeit, zum Beispiel durch die Vorbereitungsgruppe, ein kurzes working paper auf der Laborseite zu veröffentlichen. Ziel ist es, ausgehend von der Publikation „Vom Rand ins Zentrum“ (s.u.), den Diskussions- und Forschungsprozess des Labors transparent zu machen, und die Kontinuität in einer Art Dossier abzubilden. Über eine andere Form der Publikation können wir uns Anfang des kommenden Semesters erneut verständigen.

 


Publikationen/ Reading Papers

  • Labor Migration (Hg.): Vom Rand ins Zentrum: Perspektiven einer kritischen Migrationsforschung. Panama Verlag, Berliner Blätter Heft 65, 2014. Einleitung
  • Mit den Diskussionen zum Postmigrantischen im Wintersemester 2014/15 und Sommersemester 2015 setzt sich eine studentische Hausarbeit auseinander. Sie bereitet die verschiedenen Positionen auf und verortet das Konzept in einer Kritischen Migrationsforschung.

Liebig, Manuel: Das Postmigrantische. Ein neues Konzept für eine Kritische Migrationsforschung? Studentische Arbeit, veröffentlicht im Labor Migration, 2015.

 

Forschungs- und Studienprojekte

  • "TransforNation" - Dual Citizenship Recognition and Equal Rights in Germany: Construction of a (Trans)national Form of Citizenship in 21st Century Europe, Leitung: Dr. Sarah Mazouz (2014 - 2016) (Information)
  • Investigating Logistics. Migration, Lifestyles, and the Common(s), KOSMOS Summer University am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (2016) (Information)
  • "Mein Feld ist die Welt". Neue Migrationen und das Globale im Lokalen, Leitung: Dr. Manuela Bojadžijev, Dr. Sina Arnold (2015/2016) (Information)
  • Gastropolis. Mobilitäten und Grenzen im Aushandlungsraum der Gastro-Ökonomie, Leitung: Prof. Dr. Regina Römhild, Dr. Sanna Schondelmayer (2014/2015) (Information)
  • Identitätspolitik und nationale Repräsentation: Armenien auf dem Weg nach Europa, DFG-Projekt (2004 - 2012) (Information)
  • Berliner Route der Migration, Leitung: Dr. Manuela Bojadžijev (2011/2012) (Information)
  • Transnationale Netzwerke, Religion und neue Migration, DFG-Projekt (2005 - 2009) (Information)
  • Teaching Human Rights in Europe Purposes, Realization und Consequences, VW-Stiftung (2003 - 2006) (Information)

 

Dissertationen

laufend
  • Birnbauer, Robert: „Doing market“ jenseits „ethnischer“ Ökonomie. Unternehmerische Praxis im translokalen Markt für muslimische Bekleidung in Berlin (Information)
  • Can, Halil: Konstruktion und Transformation von Identität in der Migrationsgesellschaft – Familienbiographie und Generationenverhältnisse bei Migrantenfamilien aus der Türkei: Eine Ethnographie
  • Frings-Merck, Ute: Polnische Putzfrauen - Zur Ethnologie der Begegnung von Polen und Deutschen im hauswirtschaftlichen Arbeitsverhältnis (Information)
  • Kanitz, Juliane: Das Kopftuch als Visitenkarte. Stil- und Ausdrucksformen transnationaler Musliminnen. Eine qualitative Fallstudie in Berlin (Information)
  • Myrtsou, Persefoni: Spaces of migration – spaces of artists: The production of space and “homing” as artistic and social practice (Information)
  • Rauch, Viola-Donata: Me, Myself and the City: Urbane Identifikationen und Aushandlungen von belonging von Nachkommen von Migranten in Berlin
  • Westrich, Michael: Migration als kosmopolitische soziale Bewegung? Versuch einer dekolonial informierten Ethnographie der Grenze
abgeschlossen
  • Meza Torres, Andrea (2014): The Museumization of Migration in Paris and Berlin: An Ethnography. Berlin. (Publikation)

  • Verse, Julia (2012): Undoing Irishness. Antirassistische Perspektiven in der Republik Irland. Bielefeld. (Publikation)

  • Bürk, Thomas (2012): Gefahrenzonen, Angsträume, Feindesland. Stadtkulturelle Erkundungen zu Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus in ostdeutschen Kleinstädten. In: Raumproduktionen: Theorie und gesellschaftliche Praxis, Bd. 14. Münster. (Publikation)

  • Schwarz, Tobias (2010): Bedrohung, Gastrecht, Integrationspflicht. Differenzkonstruktionen im deutschen Ausweisungsdiskurs. Bielefeld. (Publikation)

 

Veranstaltungen (Auszug)

  • 9.-11.6.2016: Tagung zu "Mobilität_Migration_Gesellschaft. Umkämpfte Politiken der Klassifikation" mit Panels zu den Themen "Genealogien von Mobilitätskategorien", "The Tourist Revisited" und "Kategoriale Grenzen und transversale Bewegungen" (in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde)

 

Kooperationen

Im Rahmen des Projekts KOSMOS Summer University “Investigating Logistics. Migration, Lifestyles, and the Common(s)” am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) wird Prof. Sandro Mezzadra von Oktober 2015 an für ein Jahr KOSMOS Fellow an der Humboldt Universität sein. Eine Summer University findet 2016 statt.

Wenn in Deutschland von Migration gesprochen wird, wird in der Regel Migration in die DDR und ihre Kontinuitäten nicht thematisiert. Die Projektseite Migration in die DDR (und BRD) widmet sich dieser Leerstelle. Auf ihr finden sich neben verschiedenen Projekten rund um das Thema Migration in die DDR eine umfangreiche Online-Bibliografie zum Themengebiet.

 

Weiterführende Links