Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

Netzwerk - Antidiskriminierungsdaten (Equality Data)

Förderzeitraum: März 2022-Februar 2025; Netzwerkkoordination: Dr. Anne-Kathrin Will und Dr. Linda Supik; Studentische Mitarbeit: Sara Sokočević
Aktuelles:
 

Das zweite Treffen des Netzwerks Antidiskriminierungsdaten im Juni 2022 widmete sich Fragen von Macht, Normen und Ethik. Wessen Regeln und Einfluss bestimmen die Konzeption, Produktion von und Berichterstattung mithilfe von Antidiskriminierungsdaten, und wie können wir diese Prozesse und Dynamiken selbst diskriminierungsarm und -sensibel gestalten und beeinflussen? Wird Reflexivität tatsächlich für quantitative Forschung bisher weniger als für die qualitative Forschung eingefordert?
Im Rahmen des Treffens gab es vier Inputs. Jane Weiß fragte angesichts der Kontinuität wissenschaftlicher Produktion – und mangelnden wissenschaftlichen Kontestierung – rassistischer Bilder und Essentialisierungen zu europäischen (und deutschen) Rom:nja und Sinti:zze, wie dem Einhalt geboten werden kann und wie nicht schädigendes Wissen zu einem institutionalisierten Qualitätsstandard für Wissenschaft oder auch justitiabel werden kann. Tereza Hendl und Daniel James stellten vor dem Hintergrund einer Korpusanalyse und experimenteller Studien zur Verwendung der Wörter "Rasse" in Deutschland und "race" in den USA verschiedene Möglichkeiten zur Diskussion, wie mit dem Wort "Rasse" ein Umgang gefunden werden kann. Yudit Namer dekonstruierte das statistische Konstrukt de:r Migrant:in und zeigte die Wirkung von kategorialem Fetischismus an Konzepten der Gesundheitsforschung wie dem "healthy migrant effect", der "burden of desease" und der Assimilation als Determinante von Gesundheit. Linda Supik fragte nach der Relevanz von Passingphänomenen – im Sinne falscher Identitätszuschreibungen in beide Richtungen, privilegierend und deprivilegierend – im Zusammenhang mit der Erhebung von Selbst- und Fremdzuschreibungen und berichtete von ersten Eindrücken bezüglich des kürzlich veröffentlichten Nadira-Pilotsurvey des DeZIM. Das dritte Netzwerktreffen mit dem Schwerpunktthema Partizipation findet Ende September, diesmal wieder hybrid, in Berlin statt.

 
 
About the Network:

 

In order to be able to combat racism and discrimination in Germany as a structural problem, there is a lack of suitable statistical data so far. The recording of "migration background" says little about the risk of discrimination, other data does not exist in representative surveys. "Ethnic data", or data on ascribed "race" or racist attribution is lacking in Germany and other countries in Europe. This is where our network comes in: In cooperation with civil society organisations, we want to propose more suitable data collection concepts and methods. Furthermore, we want to disseminate and develop the state of knowledge on self-reports of self-perceived ascriptions by others.

The diverse network sees itself as engaged and in solidarity with migrantized people, BIPOC and communities negatively affected by racism in Germany, like people perceived as Jewish, Muslim, Sinti or Roma. Our work builds on previous work by civil society organisations (Equality Data Initiative, neue deutsche organisationen, Neue deutsche Medienmacher:innen, Center for Intersectional Justice and, of course, Citizens for Europe) and contributes to improving tools for analysing and combating structural racism.

A participatory and collaborative mode of research is obligatory for data collection on structural racism and discrimination, following the standards put forward by civil society equality data initiatives in Germany and Europe. To ensure these standards, civil society organizations from national minorities and other NGOs working for anti-racism, equality and non-discrimination had been invited to this initial meeting.

The research network equality data was launched with a two-day hybrid meeting with 27 participants at Humboldt University Berlin on March 24-25 2022. The network aims to come up with suggestions for participatory population data collection by self-reported subjective ethno-cultural identity and self-reported self-perceived racialization suited for the German context. The network’s working language is German.

 

 

Über das Netzwerk:

 

Um Rassismus und Diskriminierung in Deutschland als strukturelles Problem bekämpfen zu können, fehlen bisher geeignete statistische Daten. Die Erfassung von „Migrationshintergrund“ sagt wenig über das Diskriminierungsrisiko aus, andere Daten gibt es nicht in bevölkerungsrepräsentativen Umfragen. „Ethnische Daten“, oder Daten zu zugeschriebener „Rasse“ oder rassistischer Zuschreibung fehlen in Deutschland und anderen Ländern in Europa. Hier setzt unser Netzwerk an: In Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Organisationen möchten wir besser geeignete Datenerhebungskonzepte und -methoden vorschlagen und den Wissensstand zu Selbstauskünften über selbstwahrgenommene Fremdzuschreibungen verbreiten und weiterentwickeln.

Das divers zusammengesetzte Netzwerk versteht sich als parteilich und solidarisch mit migrantisierten Menschen, BIPOC und negativ von Rassismus betroffenen Communities in Deutschland, wie Menschen, die als Jüd:innen, Muslim:innen, Sint:izze oder Rom:nja wahrgenommen werden. Unsere Arbeit knüpft an Vorarbeiten von zivilgesellschaftlichen Organisationen an (Equality Data Initiative, neue deutsche organisationen, Neue deutsche Medienmacher:innen, Center for Intersectional Justice und natürlich Citizens for Europe) und leistet einen Beitrag, um Instrumente zur Analyse und Bekämpfung von strukturellem Rassismus zu verbessern.

Für die Datenerhebung zu strukturellem Rassismus und Diskriminierung ist ein partizipativer und kollaborativer Forschungsmodus obligatorisch, der den von zivilgesellschaftlichen Gleichstellungsdateninitiativen in Deutschland und Europa vorgeschlagenen forschungsethischen Standards folgt. Um diese Standards zu gewährleisten, wurden zivilgesellschaftliche Organisationen nationaler Minderheiten und andere NRO, die sich für Antirassismus, Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung einsetzen, zu diesem ersten Treffen eingeladen.

Das Forschungsnetzwerk Gleichstellung wurde mit einem zweitägigen hybriden Treffen mit 27 Teilnehmern am 24. und 25. März 2022 an der Humboldt-Universität zu Berlin gestartet. Ziel des Netzwerks ist es, Vorschläge für eine partizipative Bevölkerungsdatenerhebung nach selbstberichteter subjektiver ethno-kultureller Identität und selbstberichteter selbst wahrgenommener Rassifizierung zu erarbeiten, die für den deutschen Kontext geeignet sind. Die Arbeitssprache des Netzwerks ist Deutsch.

 

Network Members/Netzwerkmitglieder:

Andreas Horr, Soziologie, Leibniz-Institut für Bildungsverläufe, Bamberg

Anne-Kathrin Will, Europäische Ethnologie und Kulturwissenschaft

Astrid Adler, Sprachwissenschaft, Institut für Deutsche Sprache (IDS) Mannheim

Charlotte Heyer, Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin (ADNB)

Cengiz Barskanmaz, Rechtswissenschaft, Hochschule Fulda

Daniel James, Philosophie, Universität Düsseldorf

Doris Liebscher, Rechtswissenschaft, Ombudsstelle LADG Berlin

Elisabeth Walser, CLAIM-Allianz

Fatih Abay, European Film Academy

Jane Weiß, Erziehungswissenschaft, Humboldt Universität Berlin

Jannes Jacobsen, Soziologie, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM)

Jenny Expedita Oliveira Caldas, Each One Teach One (EOTO)

Joshua Kwesi Aikins, Politikwissenschaft, Universität Kassel, Citizens for Europe

Kristin Schotte, Erziehungswissenschaft, Humboldt Universität Berlin

Linda Supik, Soziologie, Goethe Universität Frankfurt a.M.

Lucienne Wagner, Sozialwissenschaft, Citizens for Europe

Mihai Surdu, Soziologie, Universität Heidelberg

Mustafa Coban, Volkswirtschaft und Politikwissenschaft, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg

Nursemin Sönmez, neue deutsche organisationen (ndo)

Oshrat Hochman, Soziologie, Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS), Mannheim

Stefanie Schröder, Soziologie, Hochschulallianz Ruhr, Hochschule Bochum & Externe Kooperationspartnerin im Forschungscluster "Mobilität und migrationsspezifische Ungleichheiten" des DZHW (Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung)

Steffen Beigang, Politikwissenschaft, Humboldt Universität Berlin

Susanna Steinbach, Türkische Gemeinde Deutschland

Tae Jun Kim, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung e.V. (DeZIM)

Tereza Hendl, Bioethik und Philosophie, Universität Augsburg und LMU München

Thomas Kemper, Bildungs- und Sozialwissenschaft, Universität Osnabrück

Tino Plümecke, Soziologie, Universität Freiburg

Victoria Guijarro Santos, Rechtswissenschaften, WWU Münster und Georg-August Universität Göttingen

Yudit Namer, Psychologie und Public Health, Universität Bielefeld

Cooperation Partners/Kooperationspartner:

Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin (ADNB)

Bund für Antidiskriminierungs- und Bildungsarbeit e.V. (BDB)

Citizens for Europe (CfE) 

CLAIM

Migrationsrat Berlin e.V.

neue deutsche organisationen (ndo)

Ressort Migration und Teilhabe der IG Metall

Türkische Gemeinde Deutschland
Member Publications on the Topic/Veröffentlichungen der Mitglieder zum Thema:

Adler, A / Ribeiro Silveira, M. (2022): Welche Fremdsprachen werden in Deutschland gesprochen? Sprache in Zahlen: Folge 6. In: Sprachreport 1/2022. Mannheim: Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, S. 52-57.

Adler, A (2021): Language, or Dialect, That Is the Question. How Attitudes Affect Language Statistics Using the Example of Low German. In: Languages 6/40. URL: https://doi.org/10.3390/languages6010040

Adler, A / Ribeiro Silveira, M (2021): Welche Sprachen werden in Deutschland gesprochen? Sprache in Zahlen: Folge 4. In: Sprachreport 3/2021. Mannheim: Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, S. 1-5.

Adler, A (2020): Counting languages: how to do it and what to avoid. A German perspective. In: Languages, society and policy. Cambridge: MEITS.

Adler, A (2019): Language discrimination in Germany: when evaluation influences objective counting. In: Journal of Language and Discrimination 3.2, S. 232-253.

Adler, A (2019): Sprachstatistik in Deutschland. Deutsche Sprache 3/19. Berlin: Schmidt, S. 197-219.

Aikins, JK / Supik, L (2018): Gleichstellungsdaten – Differenzierte Erfassung als Grundlage für menschenrechtsbasierte Antidiskriminierungspolitik. In: N Foroutan, J Karakayalı & R Spielhaus (Hg.) Postmigrantische Perspektiven. Ordnungssysteme, Repräsentationen, Kritik. Frankfurt a.M., Campus, S. 97-112.

Aikins, JK / Wagner, L (2018): Wer nicht gezählt wird, zählt nicht. Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten in der Einwanderungsgesellschaft – eine anwendungsorientierte Einführung. In: Vielfalt entscheidet – Diversity in Leadership, Citizens For Europe (Hg.), Berlin (mit Ahyoud, N; Bartsch, S. Bechert, N; Gyamerah, D)

Barskanmaz, C (2019): Recht und Rassismus – Das menschenrechtliche Diskriminierungsverbot aufgrund der Rasse, Wiesbaden: Springer.

Barskanmaz, C (2011): Rasse – Unwort des Antidiskriminierungsrechts? In: Kritische Justiz 3/2011, S. 382–389.

Baumann AL, V Egenberger & L Supik (2018): Erhebung von Antidiskriminierungsdaten in Deutschland. Bestandsaufnahme und Entwicklungsmöglichkeiten von Wiederholungsbefragungen. Expertise für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. URL: http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Expertisen/Datenerhebung.html

Rausch, D / Hotait, N /Beigang, S (2021): Reaktionsmöglichkeiten bei Rassismus. Die Bedeutung von Kontextfaktoren für Handlungsstrategien bei rassistischer Diskriminierung. In: DeZIM Project Report, 4/21. Berlin. URL https://dezim-institut.de/fileadmin/Publikationen/Project_Report/04_Reaktionsm%C3%B6glichkeiten_bei_Rassismus%E2%80%93Die_Bedeutung_von_Kontextfaktoren_fu%CC%88r_Handlungsstrategien_bei_rassistischer_Diskriminierung/DeZIM_ProjectReport_04_211203_RZ_meta.pdf

Beigang, S (2018): Die Konstruktion von Parität und Ausnahme bei der Verhandlung von Rechten in der postmigrantischen Gesellschaft. In: N Foroutan, J Karakayalı & R Spielhaus (Hg.) Postmigrantische Perspektiven. Ordnungssysteme, Repräsentationen, Kritik. Frankfurt a.M., Campus. 253-268.

Beigang, S (2017): Diskriminierungserfahrungen in Deutschland. Ergebnisse einer Repräsentativ- und einer Betroffenenbefragung. Hg. v. Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Baden-Baden: Nomos. (mit Fetz, K; Kalkum, D; Otto, M). URL: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/Expertisen/expertise_diskriminierungserfahrungen_in_deutschland.pdf;jsessionid=39A08A42E6907CCB2B4D3EE00CF0FAC7.intranet211?__blob=publicationFile&v=6

Foroutan, N / Canan, C / Arnold, S / Schwarze, B / Beigang, S / Kalkum, D (2014): Deutschland postmigrantisch I. Gesellschaft, Religion, Identität. Erste Ergebnisse. Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM); Humboldt-Universität zu Berlin. Berlin. URL: http://edoc.hu-berlin.de/18452/20573.

Caldas, Jenny Oliveira (2018): Eine phänomenologische Reflexion über die Dekolonialisierung des Seminarraums. In: Emily Ngubia Kessé (Hg.): Stille Macht. Silence und Dekolonisierung. Worten und Meer: o.A.

Coban, M (2020): Redistribution Preferences, Attitudes towards Immigrants, and Ethnic Diversity, IAB-Discussion Paper 23/2022, IAB Nürnberg.

Coban, M (2018): Kampf der Geschlechter. Ursachen und empirische Ergebnisse zum Gender-Wage-Gap. In: WiSt-Wirtschaftswissenschaftliches Studium 47/12, S. 34-45. (mit Foshag, S)

Guijarro Santos, Victoria (2022): A Crack in the Algorithm's Facade. A Fundamental Rights Perspective on 'Efficiency' and 'Neutrality' Narratives of Algorithms. In: Sven Quadflieg, Klaus Neuburg, Sven Nestler (Hg.): (Dis)Obedience in Digital Societies. Perspectives on the Power of Algorithms and Data. transcript Verlag: Bielefeld, S. 194224. URL: https://www.transcript-open.de/doi/10.14361/9783839457634-009#read-container

Guijarro Santos, Victoria (2020): It's a Match! Oder Rassismus? In: Forum Recht 38/1, S. 5-8. URL: https://forum-recht-online.de/wp/?p=1349

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Hochman, O (2018): Emotional Integration across Immigrant Generations in Baden-Württemberg, Germany: The Role of Discrimination. In: International Migration, 56/3, S. 186-202. (mit Stein, A, Lewin-Epstein, N, & Wöhler,T)

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Hochman, O / A Hercowitz-Amir (2017): (Dis)Agreement with the implementation of humanitarian policy measures towards asylum seekers in Israel: does the frame matter?. In: Journal of International Migration and Integration, 18/3, S. 87-916, URL: https://doi.org/10.1007/s12134-016-0510-0.

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Jacobsen, J (2020): Sampling in Times of High Migration: The Survey Process of the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees. In: Survey Methods: Insights from the Field. (mit Kühne, S & Kroh, M)

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Kemper, T / Supik, L (2018): Klassifikation von Migration im Wandel. Begriffe und Operationalisierungen der deutschen Schulstatistik seit 1965. In: Zloch, S/ Müller, L/ Lässig, S (Hg.): Wissen in Bewegung. Migration und globale Verflechtungen in der Zeitgeschichte seit 1945. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg, S. 213-252.

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Supik, L (2017): Statistik und Diskriminierung. In: Scherr, A/ El-Mafaalani, A/ Gökcen Yüksel, E (Hg.): Handbuch Diskriminierung. Wiesbadsen: VS-Verlag. URL: http://link.springer.com/referenceworkentry/10.1007/978-3-658-11119-9_46-1

Supik, L (2017): Statistische Sichtbarkeit und Diskriminierungsrisiko. Rassismus messen, aber wie? Beitrag für das Online-Dossier “Zehn Jahre Diskriminierungsschutz in Deutschland” der Heinrich-Böll-Stiftung. URL: https://heimatkunde.boell.de/2017/04/26/rassismus-messen-aber-wie-statistische-sichtbarkeit-und-diskriminierungsrisiko.

Supik, L (2014): Statistik und Rassismus. Das Dilemma der Erfassung von Ethnizität. Frankfurt a.M.: Campus.

Surdu, M (2019): Why the “real” numbers on Roma are fictitious: Revisiting practices of ethnic quantification. Ethnicities 19/3, S. 486–502.

Surdu, M (2016): Those Who Count. Expert Practices of Roma Classification. Budapest: Central European University Press.

Tischbirek, A / Liebscher, D / L Supik (2016): Evaluation des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, Reihe der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.  Baden-Baden: Nomos. (mit Berghahn S; Egenberger V, Klapp, M; Klose, A)

Tischbirek, A (2013): Verfassungswidrigkeit des „Racial Profiling” – zugleich ein Beitrag zur Systematik des Art. 3 GG In: JZ, S. 219–224. (mit T Wihl)

Wagner, L (2018): Zur gesellschaftspolitischen Bedeutung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten. In: Neue deutsche Organisationen (Hg.): Gleich ≠ Gleich. Gleichstellungsdaten im Gespräch. (mit Gyamerah, D).

Wagner, L (2015): Diversity Politics. Working from both ends. In: Feminina Politica 2, S. 128-136.

Weiß, J (2018): Von Empfehlungen zu Standards in der Forschung zu und mit Sinti und Roma. Inputvortrag Geschlossene Fachveranstaltung Datenerhebung von Antiziganismus, Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten. Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. URL: https://zentralrat.sintiundroma.de/wp-content/uploads/2019/04/4_hu_praesentation_weiss.pdf.

Weiß, J. (2017): Chancen und Risiken von Gleichstellungsdaten für Sinti und Roma in Deutschland. In: ndo (Hg.): Gleich ≠ Gleich. Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten im Gespräch. o.V., S. 60, URL: https://neuedeutsche.org/fileadmin/user_upload/Publikationen/Dossier_Gleichstellungsdaten/14_ndo_GLEICHSTELLUNGSDATEN_Verantwortung.pdf.

Will, A-K (2018): Transnational interlacements of statistical categories marking ethno-natio-cultural “others” in Germany. In: Transnational Social Review 8/2, S. 185-202. DOI: https://doi.org/10.1080/21931674.2018.1458564.

Will, A-K (2019): The German statistical category “migration background”: Historical roots, revisions and shortcomings. In: Ethnicities Vol. 19 (3), Thousand Oaks, DOI: https://doi.org/10.1177/1468796819833437.