Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

Institutskolloquium im Wintersemester 2020/21

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Wissenschaft und Gesellschaft im Krisenmodus?

 

Der Terminus Wissensgesellschaft begleitet uns seit mehr als einem Jahrzehnt. Alle technischen, sozialen, politischen u. a. Innovationen sind wissensgetrieben, hören wir. Doch was passiert, wenn Wissenschaft und Gesellschaft in ihrer Arbeits- und Funktionsfähigkeit eingeschränkt wer-den? Gewissheiten werden in Frage gestellt, Gräben, besonders die sozialen, werden tiefer. In Zei-ten, wo das Sichere unsicher wird, kann die Ethnologie mit ihren Erhebungsmethoden vor Ort dazu beitragen, zu verstehen, wie soziale und Geschlechtergruppen den Ausnahmezustand erfah-ren, wie sich ganze Gesellschaften in Europa und weltweit verändern.
    Gemeinsam mit dem Partnerinstitut für Ethnologie und Kulturwissenschaft an der Uni-versität Bremen (IfEK) ist zweimal ein Austausch zu unterschiedlichen Forschungsthemen ge-plant, die erstmals vergleichend diskutiert werden. Es wird damit versucht, Momente bisheriger Gespräche auch im virtuellen Format weiterzutragen.

 


Termine:


Veranstaltung virtuell über zoom: Anmeldung per Mail ifee.kolloquium@hu-berlin.de, hier erhalten Sie dann den Zoom-Link


Tag und Zeit: dienstags von 14.30-16.00 Uhr


15. Dezember 2020 (zus. mit Univ. Bremen)

Ein Virus als kosmopolitischer Akteur? Ulrich Beck’s Weltrisikogesellschaft revisited. Jens Adam (IfEK) und Regina Römhild (IfEE) im Gespräch mit Michael Schillmeier (University of Exeter)


19. Januar 2021

"Ansteckende Welten: Arbeit, Migration und das Digitale“. Sechs Impressionen aus laufender Forschung von Moritz Altenried, Manuela Bojadzijev, Alexander Harder, Laura-Solmaz Litschel, Valentin Niebler und Mira Wallis (IfEE)

Von der Veranstaltung haben die Vortragenden freundlicherweise alle bei der Veranstaltung im Rahmen der Zeit nicht aufgreifbaren Fragen hier beantwortet: https://docs.google.com/document/d/19RTNHiEa2c0HVlfpRYQziJtEJg-OXduiUv0MsuqaHQA/edit


26. Januar 2021 (zus. mit Univ. Bremen)

Erzählen, Sammeln und Archivieren von Epidemien am Beispiel des European HIV/AIDS Archive und der Curare Corona Diaries mit Katrin Amelang und Ehler Voss (IfEK) für die Redaktion „Curare“. Zeitschrift für Medizinethnologie und Eugen Januschke und Todd Sekuler (IfEE) für das European HIV/AIDS Archive

https://boasblogs.org/curarecoronadiaries/

https://rs.cms.hu-berlin.de/ehaa/pages/home.php


02. Februar 2021

"Klimawandel und Pandemie: Verschmelzen Geo- und Biopolitik?" mit dem Laboratory „Anthropology of Environment | Human Relations (IfEE)


09. Februar 2021

Covid-19 as a slow disaster: an STS perspective as intervention in the management of the pandemic. Israel Rodríguez-Giralt (Open University of Catalonia), Moderation: Ignacio Farias (IfEE)


16. Februar 2021

„Überschüsse des Anthropozäns: Klima-Körper-Stadt“. MA-Studienprojekt Abschlusspräsentation mit Ignacio Farias und der Projektgruppe (IfEE)


Organisation: Leonore Scholze-Irrlitz, Kontakt: leonore.scholze-irrlitz@rz.hu-berlin.de

 

Was braucht es, damit Bildung frei zugänglich ist? Welche Möglichkeiten ergeben sich, wenn wir Barrierefreiheit ins Zentrum unserer Überlegungen und Praxis stellen? Wie setzen wir ‚access’ gemeinsam um?

Das Institutskolloquium im Sommersemester 2022 erkundet erfindungsreiche Möglichkeiten, die im Zusammenkommen rund um die Frage von Zugang und Barrierefreiheit entstehen. Im Zentrum steht das Nachdenken über und die Arbeit an ‚Zugang’ – ob als Konzept, als politische und institutionelle Verpflichtung oder als Weg, um Gerechtigkeit und inklusivem Lernen jenseits von körperlicher und kognitiver Normativität ein wenig näher zu kommen. Mit Blick auf Praktiken des Widerstands, der Fürsorge, der kreativen Arbeit und gegenseitigen Hilfe begeben wir uns in einen Austausch und lernen von Projekten und Bewegungen der sozialen Gerechtigkeit.

Wir verstehen Zugang dabei als etwas, das uns alle angeht und nicht als etwas, das nur bestimmte Gruppen oder Personen betrifft. Es bezieht sich sowohl auf architektonische als auch auf soziale Barrieren, die auf viele Menschen innerhalb eines breiten Spektrums von körperlicher, kognitiver und sinnlicher Diversität ausschließend wirken. Wir möchten das IfEE ermuntern, gemeinsam an diverseren, einladenderen und inklusiveren Lern- und Lehrräumen zu arbeiten.

Wir erörtern diese Fragen auf der Ebene des Instituts für Europäische Ethnologie, aber auch darüber hinaus, mithilfe von einer Reihe von Gastvorträgen und einer institutsweiten und –offenen Diskussion über ‚Zugänglichkeiten‘.

Das Institutskolloquium im Sommersemester 2022 setzt darüber hinaus das im Wintersemester begonnene Projektarium fort und bietet somit gleichzeitig Raum für den weiterführenden Austausch über die verschiedenen, am Institut verorteten Forschungsprojekte.

What do we need for education to be ‘accessible’? What possibilities are generated when access is placed center stage? How do we ‘do access’ together?

This seminar series explores new imaginative possibilities that might be enacted when gathering together around the question of access. We wish to explore intersectional access as a concept, a political and institutional commitment, and a way of creating equity and inclusive learning beyond bodymind normativity. It also involves building institutional capacity and pushing for transformation by learning from social justice movements, practices of resistance, care, creative work or mutual aid.

We understand access broadly as an issue that we should all feel concerned about, not something that only affects a particular group or person, and relating to both architectural and social barriers which make learning spaces hostile for marginalized bodies and minds. We want to inspire IfEE to work collectively towards more diverse, hospitable and inclusive learning spaces and finding new ways to create a vibrant future.

We will address these questions at the level of the Institute for European Ethnology and beyond, through a range of guest speakers to initiate an institute-wide conversation about access.

The Colloquium will also continue the Projectarium sessions of Winter Semester 2021/22 to bring together different research strands at the Institute.