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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

Überblick und Beschreibung

Allgemeine Informationen und Hinweise zu Studienangebot, Bewerbung, Studiumsablauf etc. finden Sie im zentralen Portal für Studieninteressierte und bei der Allgemeinen Studienberatung und -information.

 

Studiengangsart

Masterstudiengang (120 LP1)

 

Abschluss

Master of Arts (M. A.)

 

Regelstudienzeit

4 Semester2

 

Studienbeginn

regulär im Wintersemester, ggf. auch im Sommersemester3

 

Studieninhalte

Die Modulbeschreibungen, den Studienverlaufsplan, Regelungen zu Prüfungen und weitere Einzelheiten finden Sie in der aktuell gültigen Studien- und Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Europäische Ethnologie (2014).

Über die konkreten Studieninhalte können Sie sich anhand des kommentierten Vorlesungsverzeichnisses des aktuellen und vergangener Semester informieren. Auch die Facheinblicke können für Sie interessant sein.

 

Forschendes Lernen

Der Studiengang ist in seiner Struktur forschungsorientiert und betreuungsintensiv.

Kern des Studienganges sind die Forschungsmodule I und II (2 Semester). In einem umfassend betreuten Studienprojekt entwickeln Studierende in engem Austausch mit Lehrenden ein eigenes Forschungskonzept und setzen es empirisch um. Dies kann in Kooperation mit einem der zahlreichen „professionellen“ Forschungsprojekte des Instituts oder außeruniversitären Institutionen geschehen. Am Ende eines solchen Studienprojektes steht ein „Produkt“, eine Publikation ein Film oder eine Ausstellung. Dieses „Produkt“ ist nicht nur eine Vorbereitung auf die Masterarbeit, sondern erfahrungsgemäß in späteren Berufsfeldern ein wichtiges „vorzeigbares“ Ergebnis des Studiums.

Das Konzept des forschenden Lernens stellt eine Besonderheit des Masterstudiengangs am Institut für Europäische Ethnologie dar, das nicht nur einem hohen Anspruch an wissenschaftliche Qualifizierung folgt, sondern auch für den Erwerb zentraler Kompetenzen für das spätere Berufsleben steht: Studierende können ihre Kenntnisse ethnografischer Methoden durch eine praxisnahe Vermittlung wissenschaftlichen Arbeitens und in enger Anbindung an aktuelle Forschungsarbeiten des Instituts vertiefen.

Dies ist der Einsicht geschuldet, dass ethnografisches Arbeiten als wissenschaftliche Methode ein zeit- und erfahrungsintensives Unternehmen ist, das Erkenntnisproduktion als praktischen Prozess ernst nimmt. Ethnografie, sowohl im Sinne von empirischer Forschung als auch von wissenschaftlicher Textproduktion, entsteht nur im engen und reflektierten Austausch mit den Akteuren im gewählten Forschungsfeld. Dies erfordert eine große Sensibilität im Umgang mit den Bedingungen und Spezifika des jeweiligen Forschungsfeldes. Um diesem Anspruch Rechnung zu tragen, werden regelmäßig Studienprojekte angeboten.

In Ausnahmefällen ist alternativ die Teilnahme an Projekten im Rahmen des forschenden Lernens möglich. Dafür assoziieren sich Studierende – nach Absprache mit dem Prüfungsausschuss – einzeln oder in kleinen Gruppen mit einem der unserem Institut laufenden Forschungsprojekte, ähnlich einem Praktikum. Die Studierenden konzipieren in enger Zusammenarbeit mit den Forscher_innen des Projektes eine eigenständige Studie im Rahmen der Projektthematik und führen eine eigene empirische Untersuchung und Analyse durch. Ziel ist auch hier ein publikationsfertiger Artikel, der die Forschungsergebnisse zusammenfasst.

 

Der Studiengang ist generalistisch und spezialisiert zugleich. Sie können daher einen Studienschwerpunkt wählen, der als vertiefende Qualifikation im Zeugnis detailliert ausgewiesen wird. Eine Schwerpunktsetzung ist nicht verpflichtend.

Beachten Sie auch die Informationen zu Studienprojekten im Masterstudiengang und die aktuelle Forschung an unserem Institut.

 

Studienziele

Das Studium zielt auf die Vermittlung von vertieftem und spezialisiertem Wissen im Feld der Europäischen Ethnologie sowie auf den Erwerb von methodischen und theoretischen Kompetenzen, die für eine Tätigkeit in Wissenschaft (Forschung und Lehre) und gesellschaftlicher Wissensproduktion (u. a. Kultur- und Quartiersmanagement, Politik- und Organisationsberatung, Journalismus, Museums- und NGO-Arbeit bis hin zur Lebensstil- und Marktforschung) qualifizieren. Die Lehrangebote folgen dabei dem Leitbild der Universität, Forschung und Lehre eng miteinander zu verbinden.

Aufbauend auf einem ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss in Europäischer Ethnologie oder einem Fach, das die zum erfolgreichen Abschluss des Masterstudiums erforderlichen Kompetenzen vermittelt, wie sie dem Lehrprofil (a) der Europäischen Ethnologie bzw. (b) der „Anthropologie“, wie sie im angloamerikanischen und frankophonen Sprachraum etabliert ist, (c) benachbarter Fächer oder (d) sonstiger kompatibler Studiengänge entspricht, dient der Master in Europäischer Ethnologie dem Erwerb und der Vertiefung fachwissenschaftlicher Kenntnisse, Methoden und Arbeitstechniken anhand ausgewählter thematischer Schwerpunkte. Die Studieninhalte führen die Studierenden an aktuelle Forschungsdiskussionen heran und ermöglichen auf diese Weise selbständiges wissenschaftliches Arbeiten. Insbesondere wird die Befähigung vermittelt, eine Fragestellung methodisch sicher und inhaltlich angemessen vor dem Hintergrund des internationalen Forschungsstandes zu bearbeiten sowie eine empirische Forschung auf der Grundlage sicherer Arbeit mit historischen und zeitgenössischen Quellen, Feldforschungsdaten und Fachliteratur sprachlich überzeugend auszuarbeiten und darzustellen. Vor allem soll auch die Fähigkeit geschult werden, wissenschaftliche Sachverhalte und Ergebnisse zu vermitteln.

Entscheidender Bestandteil des Masterstudiums sind zunehmend selbständige wissenschaftliche Arbeiten zum Erwerb der Fähigkeit der methodisch wie theoretisch reflektierten Beurteilung auch neuer Forschungsprobleme. Studierende erlangen in Präsenzlehre, einem hohen Anteil an Selbststudium sowie insbesondere in intensiven Forschungsseminaren und -projekten einzeln und gemeinsam mit anderen die Fähigkeiten, die eine berufliche Tätigkeit in den Berufsfeldern der Europäischen Ethnologie oder in der Wissenschaft ermöglichen. Das Masterstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin eröffnet auch die Möglichkeit, disziplinenübergreifende Fragestellungen zu bearbeiten.

Das Studium fördert die vergleichende Perspektive auf kulturelle und soziale Phänomene sowie die Internationalisierung des Wissens durch Studien im Ausland an Instituten, mit denen Kooperationsvereinbarungen bestehen. An diesen Instituten erbrachte Studienleistungen können im Rahmen der in der Prüfungsordnung genannten Äquivalenz-Regeln anerkannt werden.

Der erfolgreiche Studienabschluss im Fach Europäische Ethnologie qualifiziert für Berufe in Wissenschaft und wissenschaftsnahen Feldern, in denen die Fähigkeit, soziale und kulturelle Phänomene und Konflikte im Kontext historischer und gesellschaftspolitischer Entwicklungen zu analysieren und zu interpretieren im Mittelpunkt steht.

 

Und nach dem Studium? Wenn Sie wissen möchten, in welchen Berufsfeldern Absolvent_innen unseres Instituts arbeiten, schauen Sie in die Berufsporträts und die Verbleibstudien.

 

 

1 Ein Leistungspunkt (LP) ist ein rechnerisches Äquivalent für einen Arbeitsaufwand von 25 bis maximal 30 Stunden zur Vor- und Nachbereitung sowie zum Besuch der Lehrveranstaltungen.

2 Beachten Sie, dass die Regelstudienzeit keine Norm- oder Maximalstudienzeit ist. Es kann nach individuellen Bedingungen auch länger studiert werden.

3 Regulär wird der Masterstudiengang im Wintersemester begonnen, hierfür sind die meisten Studienplätze vorgesehen. In der Regel gibt es auch im Sommersemester einige wenige Studienplätze. Informieren Sie sich hierüber zur Sicherheit bei der Studienabteilung der Humboldt-Universität.