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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

Humboldt-Universität zu Berlin | Institut für Europäische Ethnologie | Termine | Institutskolloquium im Wintersemester 2018/19

Institutskolloquium im Wintersemester 2018/19

Wann 01.02.2019 von 11:15 bis 12:45 (Europe/Berlin / UTC100) iCal
Wo HU Hauptgebäude, Unter den Linden 6, Raum 2249a

Ambivalenzen in den Verflechtungen von Migration, Gender und Care

Eine Präsentation von Studierenden des MA-Studienprojekts „Migration, Gender und Care“, Humboldt-Universität zu Berlin

 

mit den Studierenden der Europäischen Ethnologie bzw. Gender Studies: Alexandra Karlsson, Artur Gerke, Ava Herterich, Carina Fretter, Charlotte Brommer-Wierig, Daniel Schumacher, Gregor Husemann, Hanna Schneider, Harriet Merrow, Hendrik Steppke, Jana Müksch, Johanna Engel, Linus Klappenberger, Maya Markwald, Michèle Kretschel, Miriam Rossdeutscher, Noora Oertel, Sara Bellezza, Theresa Marzinzik und Timur Vorkul

Moderation: Prof. Dr. Urmila Goel, Institut für Europäische Ethnologie

 

Abstract

Wie lassen sich Fürsorge für Flüchtende mit politischer Kritik an ungleichen Strukturen bei der Seenotrettung im Mittelmeer vereinbaren? Was passiert, wenn das Persönliche Budget genutzt wird, um professionelle Care-Arbeitende einzusparen? Wie blicken die Kinder von migrierten Care-Arbeitenden auf deren Tätigkeiten? Was passiert, wenn im Forschungsfeld die Gegensätze nicht so klar sind, wie gedacht? Wie lässt sich mit dekonstruktivistischen Analyseansätzen die Agency der Forschungssubjekte adäquat analysieren und darstellen? Wie kann Migrationsforschung entmigrantisiert werden und doch Migration behandelt werden? Wie weit kann der Care-Begriff gefasst werden, ohne ihn beliebig werden zu lassen?

Über zwei Semester haben 20 Studierende des MA Europäische Ethnologie und des MA Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin in unterschiedlichsten Forschungsprojekten die Verflechtungen von Care, Migration und Gender untersucht. Wir haben uns mit Rechtsberatung, Fahrradselbsthilfewerkstätten für Geflüchtete, der Anwerbung von Krankenschwestern in den 1960ern, migrierender Kunst zu HIV/AIDS, Familiengeschichten, den medialen Diskursen über Leihmutterschaft und vielem mehr beschäftigt. Im Panel diskutieren wir, welchen Ambivalenzen wir in unseren Forschungsprojekten begegnet sind, und wie diese produktiv gemacht werden können, um die Verflechtungen von Care, Migration und Gender besser zu verstehen.