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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Europäische Ethnologie

„Killerspiele“ als komplexes Vergnügen: Wie gehen wir mit dem Spaß an virtueller Gewalt um?

12. November 2019
19–20.30 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Senatssaal

„Killerspiele“ sind ein von vielen Klischees behafteter Gegenstand. Wenn wir eine differenzierte gesellschaftliche Debatte über virtuelle Gewalt führen möchten, müssen wir diese Vorurteile hinterfragen, sagt der Medienanthropologe und Studienpreisträger Christoph Bareither. Denn die emotionalen Erfahrungen, die Gamer mit Spielen wie Counterstrike oder Battlefield machen, sind vielschichtig: mal hat der Spaß an virtueller Gewalt mit Dominanz und Macht zu tun, mal mit "Sport", mal mit Gemeinschaft, mal mit Humor oder auch mit empfundener Schönheit und Eleganz – doch zugleich kann virtuelle Gewalt auch ambivalent sein, verstören oder zu Schuldgefühlen führen. Das vereinfachende Klischee „Killerspiel" wird dem komplexen Vergnügen, das Millionen Spieler empfinden, nicht gerecht. Wie wollen wir also umgehen mit dem Spaß an virtueller Gewalt? Und wo muss es trotzdem Grenzen geben?

Diskutieren Sie mit:
Jun.-Prof. Dr. Christoph Bareither, Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin
Elisabeth Secker, Geschäftsführerin der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)
Fabian Siegismund, Moderator und YouTuber (Hauptkanal „Battle Bros“)
Margit Stumpp, MdB, Sprecherin für Medien- und Bildungspolitik, Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Moderation: Jan-Martin Wiarda, Wissenschaftsjournalist und Moderator